Griechenland soll angeblich keine Gefahr für Versicherer darstellen

Financen

In Griechenland haben in dieser Woche bereits zum zweiten Mal die Erwerbstätigen einen Generalstreik absolviert. Die Regierung will schon morgen über ein weiteres Sparpaket im Parlament abstimmen lassen, das die Entlassung von 150 000 Staatsbediensteten, weitere Kürzungen der Renten und die weitere Absenkung der Löhne auch in der privaten Wirtschaft beinhalten soll.

Andererseits haben auch die Versicherer Angst um ihre Gelder. Auf Versicherer in Europa kommen jedoch nach Auffassung von EIOPA, der europäischen Aufsichtsbehörde, durch den geplanten Schuldenschnitt der griechischen Regierung kaum weitere Einschnitte zu.

Schon 2011 hätten die Versicherer auf griechische Staatsanleihen hohe Abschreibungen vorgenommen. Dies erklärte zumindest der Vorsitzende der EIOPA, Gabriel Bernardino. Er meinte: “Bis auf weiteres glaube ich nicht, dass es andere, schwierigere Auswirkungen für die Versicherungsbranche geben wird.”

Selbst für die griechischen Versicherer gab der Gabriel Bernardino eine Entwarnung. Die griechischen Versicherer hielten zwar mehr Staatsanleihen aus dem eigenen Land als ihre europäischen Konkurrenten, die Aufseher hätten die Situation, die zwar etwas ungewohnt sei, jedoch im Griff.

Die griechische Regierung verhandelt zur Zeit über einen Schuldenschnitt. Private Banken, andere private Gläubiger und Versicherer sollten nach Auffassung der Regierung unter Loukas Papadokas auf etwa siebzig Prozent ihrer Forderungen, die vor allem auch aus Zinsen bestehen, verzichten. Griechenland würde so um rund 100 Milliarden Euro entlastet werden können. Insgesamt werden Griechenland über 350 Milliarden Euro Schulden angelastet. Schwer zu glauben, dasss das Euro Land Griechenland angeblich keine Gefahr für die Versicherer in Europa darstellen soll.

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